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Protokoll
zur Jahreshauptversammlung der Notgemeinschaft Medizingeschädigter in
Bayern
-Patient im Mittelpunkt- e.V. am 12. März 2011 in Erlangen
TOP 1: Eröffnung und Begrüßung
Der Erste Vorsitzende Ewald Kraus dankt allen Mitglieder der
„Notgemeinschaft Medizingeschädigter in Bayern -Patient im Mittelpunkt-
e.V.“, die sich heute auf den Weg nach Erlangen gemacht haben und damit
ihr Interesse am Verein und der Vereinsarbeit bekunden. Er bringt seine
Freude zu Ausdruck, dass diese so zahlreich erschienen sind und begrüßt
alle recht herzlich.
Er eröffnet sodann die Mitgliederversammlung für das Berichtsjahr 2010,
zu der mit Schreiben vom 09.02.2011, mit Bekanntgabe der Tagesordnung,
fristgerecht eingeladen wurde.
Da es keine Änderungswünsche zur Tagesordnung gab wurde diese somit, wie
in der Einladung angekündigt, genehmigt.
Ewald Kraus bedankt sich bei dem
1.Vorsitzenden des Vereins Dreycedern, Herrn Prof.
Dr. H. Baumann und der Geschäftsführerin Frau
Karin Aliochin für die Zurverfügungstellung der Räume, auch wenn
beide heute nicht anwesend sind.
Sein Kommen abgesagt und Grüße für die Veranstaltung hat der
Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Herr Wolfgang Zöller MdB
zukommen lassen.
Ewald Kraus trägt folgendes vor:
Wir werden ihnen nun in einem Überblick über unsere Aktivitäten und
Ereignisse berichten, die in den letzten 12 Monaten durch die NGM-Bayern
stattgefunden haben. Sie sollen dadurch einen Eindruck über das
Geleistete im Berichtszeitraum bekommen. Wenn in dem Bericht das eine
oder andere nicht zur Sprache kommt, so bitte ich alle in der dem
Bericht anschließenden Diskussion nachzufragen. Es soll niemand mit dem
Eindruck nach Hause gehen müssen, nicht umfassend informiert worden zu
sein.
Wir haben auch unsere Schriftenreihe Heft 2 und 3 zum Selbstkostenpreis
von 5,00 € und weiteres kostenloses Infomaterial ausgelegt. In der
Vorstandssitzung heute früh haben wir beschlossen ein weiteres Heft
aufzulegen, in dem die Beiträge von der Tagung am 18.09.2010 auf der
Benediktushöhe niedergeschrieben sind. Sobald es gedruckt ist, werden
wir darüber informieren. Der Selbstkostenpreis wird 3,00 € betragen.
Jetzt noch einen organisatorischen Hinweis:
Wir haben Gebäck, sowie Kaffe und Getränke bereitgestellt. Wir haben die
Preise so festgelegt, dass wir keinen Gewinn erwirtschaften, aber auch
nichts zuzahlen wollen.
Der TOP 2, „Bericht des Vorstandes“ wurde ausgedruckt und zur Mitnahme
ausgelegt.
TOP 2:
Bericht aus der Vorstandsarbeit:
2.1.
Totengedenken
Bevor Ewald Kraus mit seinem
Bericht beginnt, bittet er die Anwesenden, sich zum Gedenken unseres
verstorbenen Mitgliedes Helmut Obermeier von den Plätzen zu erheben. Er
verstarb am 15. Februar 2010 im Alter von 67 Jahren und war seit dem 28.
November 2000 Mitglied der NGM-Bayern.
Ewald Kraus bedankt sich für die Ehrerbietung und bittet wieder Platz zu
nehmen.
2.2.
Mitgliederbewegung
Liebe Mitglieder, liebe Gäste,
ich darf nun zur Mitgliederbewegung berichten.
Gegründet wurde die NGM am 03. Oktober 1996 und hatte an diesem Tag 41
Mitglieder.
Im letzten Jahr hatten wir bei 52 Eintritten, 46 Austritten, 8
Löschungen wegen Beitragsrückstand bzw. war die Adresse nicht mehr zu
ermitteln und 1 Löschung durch Tod einen Rückgang von 3 Mitgliedern zu
verzeichnen. Nachdem die Mitgliederzahl in früheren Jahren stetig
anstieg, fiel sie im letzten Jahr leider erneut und so hatte der Verein
zum Jahresanfang 2010 insgesamt 444 Mitglieder.
Bei seit Jahresbeginn 13 Neueintritten und 1 Ausschluss, bei dem die
Anschrift nicht mehr zu ermitteln war, ergibt sich eine aktuelle Zahl
von 456 Mitgliedern zum heutigen Tag.
Zu Bedauern sind allerdings die doch erhebliche Anzahl von
Austritten und erforderlichen Löschungen wegen Nichtzahlungen der
Mitgliedsbeiträge. Es ist schon sehr schade – und hier wiederhole ich
mich zu dem Bericht aus dem Vorjahr – wenn Menschen wieder austreten,
wenn sie, auch durch unsere Unterstützung, ihr Ziel erreicht haben.
Manche tun dies mit einem Schreiben des Dankes oder auch einer Spende,
worüber wir uns natürlich freuen. Andere sind unzufrieden, weil sie
nicht die Hilfe erhalten konnten, die sie sich vorgestellt und erhofft
hatten. Jeder dieser Menschen hat uns aber Arbeit und Zeit gekostet und
es wäre für unsere Arbeit eine Anerkennung gewesen, wenn sie uns
zumindest mit ihrer Mitgliedschaft weiter unterstützt und auch ihre
Erfahrung, sei diese positiv oder auch negativ gewesen mit eingebracht
hätten.
Wenn man feststellen kann, dass sich jede Woche genau ein neues Mitglied
unserem Verein anschließt, muss man sich zuerst einmal freuen, dass sich
so viele Betroffene von medizinischen Behandlungsfehlern unserem Verein
anschließen und auf Unterstützung hoffen.
Wenn man sich aber darüber im Klaren ist, dass alle diese Menschen, die
sich neu der NGM anschließen, viele Probleme haben und sich von uns
Hilfe und Unterstützung versprechen, so kann man sich denken, dass dies
für uns Ehrenamtliche eine große zeitliche Belastung bedeutet. Denn die
Mitglieder werden mehr, zumindest die, die aktuell Hilfe benötigen und
erwarten, die Ehrenamtlichen, die Verantwortung übernehmen und aktiv
mitarbeiten nehmen aber nicht im gleichen Maße zu.
Wir brauchen auch in Zukunft, trotz der sicherlich sehr großen
Entlastung, die Frau Carl durch ihre Halbtagsarbeit leistet, weitere
tatkräftige Unterstützung, um die viele Arbeit auf noch mehr
ehrenamtliche Schultern verteilen zu können.
Für die Arbeit von Frau Carl, ohne die die vielen Aufgaben von der
Vorstandschaft nicht hätten bewältigt werden können, möchte ich mich
recht herzlich bedanken.
Ich möchte auch an unsere mehrfach veröffentlichten Aufrufe zu mehr
Mitarbeit erinnern. Auf regionaler Ebene wäre es sehr wünschenswert,
wenn sich das eine oder andere Mitglied zur aktiven Mitarbeit bereit
finden würde.
2.3.
Vereinspolitische Arbeit
2.3.1
Kontakte und Zusammenarbeit mit PatientInnenstellen und Gesundheitsläden
und deren Bundesarbeitsgemeinschaft (BAGP), sowie mit dem
Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbv), der Unabhängigen
Patientenberatung Deutschland (UPD) und anderen:
Es bestehen weiter gute Kontakt zu vorgenannten Verbänden.
Der von der BAGP initiierten Unterschriftensammlung zur Forderung nach
einem Patientenrechtegesetz hatte sich der BNGM angeschlossen und eine
eigene Liste ausgelegt. Die Aktion kann als Erfolg angesehen werden, da
im Bundestag aktiv an der Erstellung eines Gesetzes gearbeitet wird,
wenn auch der Zeitplan nicht einzuhalten ist.
Am 03. März konnte Günther Gruß an einer Fachtagung der Unabhängigen
Patientenberatung Deutschland (UPD) zum Thema „Patientenberatung und
-information“ in Berlin teilnehmen.
Zu einem Gespräch mit Claudia Schlund von der UPD Nürnberg trafen sich
Ewald Kraus und Anja-Alexandra Meier am 13. Juli in Nürnberg.
An der Feier „30 Jahre Gesundheitsladen München“, die am 26. Oktober
stattfand, haben Ewald Kraus und Ulrike Carl teilgenommen.
2.3.2
Kontakt zu Kliniken und Patientenfürsprechern an Bayerischen
Krankenhäusern
Am 10. Februar konnten sich
Ewald Kraus und Anja-Alexandra Meier zu einem Gespräch mit dem
Patientenfürsprecher der Uniklinik Erlangen Walter Ketzinger treffen.
Herr Ketzinger konnten wir dann auch als Referent zu unserer
Mitgliederversammlung 2010 gewinnen.
Einen Kontakt zur Patientenfürsprecherin der Universitätskliniken in
Würzburg kam nicht zustande. Dies wurde von der Verwaltung in einem
unfreundlichen Brief abgelehnt.
An einer Festveranstaltung mit Symposium in der Orthopädischen Klinik in
Bad Abbach hat auf Einladung Ewald Kraus am 17. Juni teilnehmen können.
2.3.3
Kontakt zur Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) und anderen
Ärzteorganisationen
Am 30. Juni fand in Würzburg
die Veranstaltung der Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB)
„Ideenwerkstatt Selbsthilfe. Ärzte und Psychotherapeuten tauschen sich
aus“ statt. Ewald Kraus konnte daran teilnehmen.
Am 23. Oktober fand in Gladenbach die Jahreshauptversammlung des Vereins
Demokratischer Ärztinnen und Ärzte (VDÄÄ) statt. Die Teilnahme der
NGM-Bayern hat schon Tradition; im vergangen Jahr vertraten Ewald Kraus
und Hans-Bernd Jäger unseren Verein.
In Berlin nahm Ewald Kraus am 12. November als berufenes Mitglied an der
Kuratoriumssitzung der Brendan-Schmittmann-Stiftung teil.
Zudem konnte er am 12. und 13. November auf Einladung an der
Bundeshauptversammlung des NAV-Virchow-Bundes teilnehmen.
2.3.4
Kontakte zur LAG-Selbsthilfe
Die Kontakte zur
LAG-Selbsthilfe werden weiter von unserem Mitglied Horst Schulze
wahrgenommen, der dort auch als gewählter Kassenprüfer fungiert. Er nahm
für uns am 18. November 2010 an der Mitgliederversammlung teil und
konnte sich aktiv in der Versammlung einbringen.
Diese guten Kontakte von Horst Schulze sind
wichtig, da in der LAG-Selbsthilfe zurzeit bereits 100
Selbsthilfegruppen in Bayern zusammengeschlossen sind. Auch konnten wir
durch Vermittlung der LAG-Selbsthilfe schon mehrfach eine Förderung
bekommen.
2.3.5
Seminare
Am 17. und 18. März fand im
Evangelischen Bildungszentrum Tutzing ein Seminar zum Thema „Medizin,
Recht, Ethik zwischen Konflikt und Kooperation“ statt. Ewald Kraus und
Günther Gruß haben daran teilgenommen.
Am 06. Mai fand in Nürnberg eine Gutachterschulung der Deutschen
Unfallversicherung statt, an der Prof. Dr. Dietrich Grille teilgenommen
hat und ein Grußwort und eine Kurzvorstellung der NGM-Bayern vortragen
konnte.
Am 10. November nahm Ewald Kraus auf Einladung von Herrn Dipl. Psych.
Gerhard Müller vom Zentrum für klinische Neuropsychologie Würzburg an
einem Abend-NeuroLoquium teil.
Von 03. bis 05. Dezember fand in der Evangelischen Akademie Tutzing das
Seminar „Behandlungsentscheidungen gemeinsam treffen“ statt, an dem
Ewald Kraus teilnahm.
2.3.6
Teilnahme an Kongressen und Fachtagungen
An der Anwaltsschulung „Der
Patientenanwalt – Arzthaftung aus Patientensicht“ des Deutschen
Anwaltsvereins am 20. März in München haben Michaela Estner und Ewald
Kraus teilgenommen.
Am 17. April fand in Bad Kissingen ein Kongress der „Gesellschaft für
Neurootologie und Aequilibriometrie e.V.“ statt. Die NGM-Bayern war
durch Ewald Kraus und Anja-Alexandra Meier vertreten.
Ewald Kraus hat am 19. und 20. Juni am „3. Deutschen Kongress für
Patientensicherheit bei medikamentöser Therapie“ in Berlin teilgenommen.
Am Kongress „Risikomanagement“ der Medizinischen Hochschule Hannover am
07. September hat Anja-Alexandra Meier teilgenommen.
Ebenso konnte Anja-Alexandra Meier am 9. Deutschen Kongress für
Versorgungsforschung teilnehmen, der vom 30.September - 02. Oktober in
Bonn stattfand.
Tradition hat inzwischen auch die Teilnahme von Ewald Kraus am
„Europäischen Gesundheitskongress“, der am 30. September und 01. Oktober
in München stattfand.
Am 12. Oktober fand in München das „1. Bayerische Forum für
Patientensicherheit“ in München statt. Veranstalter waren die AOK
Bayern, der Medizinische Dienst der Krankenversicherer (MDK), die
Bayerische Landesärztekammer (BLÄK), das Aktionsbündnis
Patientensicherheit (APS) und die Versicherungskammer Bayern. Ewald
Kraus hat auf Einladung daran teilgenommen.
Eine Fachtagung der Techniker Krankenkasse zum Thema
„Patientensouveränität – Zukunftsmodell für eine effizientere
Versorgung?“ fand am 22. Oktober in München statt. Ewald Kraus hat für
die NGM-Bayern teilgenommen.
2.3.7
Aktivitäten auf europäischer Ebene
Vom 18. bis 20. Oktober
konnten Ewald Kraus und Anja-Alexandra Meier am „Europäischen Kongress
zur Verbesserung der Patientensicherheit“ in Manchester/England
teilnehmen.
2.3.8
Aktionsbündnis Patientensicherheit
Die NGM-Bayern engagierte sich
auch im letzten Jahr im Aktionsbündnis Patientensicherheit.
Am 23. März nahm
Ewald Siebert an der AG „Benutzerorientierte Berichtssysteme II:
Behandlungsfehlerregister“ in Berlin teil.
In der AG
„Arzneimitteltherapiesicherheit“ in Bonn arbeiteten Anja-Alexandra Meier
am 22. Februar, 3. Mai und 15. November und Ewald Kraus am 22. Februar
und 27. September mit.
An der AG „Informieren-Beraten-Entscheiden“
in Berlin nahm Anja-Alexandra Meier am 15. März und am 28. Juni (hier
zusammen mit Ewald Kraus) teil.
An der AG „Bildung
und Training“ am 20. September in Berlin und am 12. November in
Stuttgart nahm Anja-Alexandra Meier teil.
Außerdem nahm
Anja-Alexandra Meier an der 5. Jahrestagung des APS am 30. September in
Bonn teil.
2.3.9
Teilnahme an Veranstaltungen von politischen Parteien
Ewald Kraus nahm auch im
letzten Jahr an Sitzungen und Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft
der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG),
Bezirkverband Unterfranken teil. Termine waren am 09. Januar, 23. Juli
und am 11. September.
An Veranstaltungen der Christlich Sozialen Arbeitnehmerschaft (CSA) der
CSU hat Ewald Kraus am 05. Februar, 04.Mai, 10.Juni, 14.Juli, 09.
Oktober, teilgenommen.
Am 23. Februar konnte Ewald Kraus die Arbeit der NGM-Bayern der
Vorstandschaft des Gesundheitspolitischen Ausschusses (GPA) der CSU des
KV-Würzburg vortragen. Am 09. November nahm er an einer weiteren
Veranstaltung der GPA teil.
2.3.10
Teilnahme an sonstigen politischen oder kommunalen
Veranstaltungen
Am 26. Februar fand im Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in
München eine Gesprächsrunde zum Thema „Patientenrechte stärken“ mit
Staatsminister Dr. Markus Söder statt. Die NGM-Bayern wurde dort durch
Ewald Kraus und Michaela Estner vertreten.
Dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, konnten
Ewald Kraus und Ewald Siebert bei einem Treffen am 09. März in seinem
Büro in Klingenberg ein Unterschriftenliste zur Forderung nach einem
Patientenrechtegesetz überreichen, in die sich rund 150 Menschen
eingetragen hatten.
Am 29. April konnten sich Anja-Alexandra Meier und Ewald Kraus mit
Ministerialrat Albert Eichler im Bayerischen Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit in München treffen und die Belange der NGM-Bayern
vortragen.
Ein Gespräch mit Herrn Peter Dietze von der Regierung von Unterfranken
konnte Ewald Kraus am 02. Juni führen.
Am 24. September fand auf Einladung in Veitshöchheim ein Empfang für
ehrenamtliche Bürger durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst
Seehofer und Gattin statt. Ewald Kraus hat teilgenommen.
Auf Einladung der Stadt Erlangen nahm Prof. Dr. Dietrich Grille am 27.
Oktober an der Verleihung des Erlanger Medizinpreis 2010 teil.
2.3.11
Kontakte zu Krankenkassen
Ewald Kraus konnte am 12.
Oktober in München ein Gespräch mit Frau Dr. Gabriele Lange vom
Med-Jur-Team der AOK-Bayern führen.
2.4.
Patientenbüro in Erlangen
Wichtig für die Arbeit der
NGM-Bayern ist, dass wir regelmäßig und zu festen Zeiten erreichbar
sind. Ich bekomme immer wieder Lob über die freundliche und kompetente
Arbeit von Frau Carl, die sie bei ihren Auskünften vor allem am Telefon
vermittelt. Ich gebe das Lob gerne an Frau Carl weiter. Verbinden darf
ich das Lob mit der Anerkennung ihrer Arbeit durch die gesamte
Vorstandschaft.
2.5. Zusammenarbeit mit
Kontaktinformationsstellen (KISS) und Selbsthilfebüros
Durch die Zusammenarbeit mit Kontaktinformationsstellen und
Selbsthilfebüros und deren Unterstützung konnten wir wertvolle
Informationen bekommen und unseren Verein in der Öffentlichkeit
bekannter machen.
Am 26. März nahm Ewald Kraus an der Abend-Festveranstaltung „25
Jahre Selbsthilfebüro Würzburg“ teil.
Mit der Leiterin des SH-Büros Würzburg Ursula
Wichtermann traf sich Ewald Kraus am 1. April zu einem Gespräch.
An einer Abend-Veranstaltung des SH-Büros am 04.
Mai in der Stadtbücherei Würzburg nahm Ewald Kraus teil.
Am 09. Juni fand im SH-Büro Würzburg ein Besprechungstermin wegen
dem Gesundheitstag Würzbug statt, an dem Ewald Kraus und Hans-Bernd
Jäger teilgenommen haben.
2.6. Kontakte zu anderen Selbsthilfegruppen
An der Veranstaltung „Selbsthilfe trifft Selbsthilfe“, die am 19.
Juni in Ansbach stattfand, hat Anja-Alexandra Meier teilgenommen.
Am 18. Juli fand in der Einrichtung für Konduktive
Förderung in Billinghausen eine Festveranstaltung des Vereins „FortSchritt-Würzburg
e.V.“ statt. Ewald Kraus hat daran teilgenommen.
Am 01. September konnte Prof. Dr. Grille die
NGM-Bayern in einem Kurzvortrag beim „Klinik-Besuchsdienst“ in Erlangen
vorstellen.
An der Mitgliederversammlung der „Deutschen Sepsishilfe e.V.“ am 03.
September in Würzburg haben Ewald Kraus und unser Mitglied Siglinde
Kastl teilgenommen.
2.7.
Zusammenarbeit mit Ärzten
Die Arbeit von Frau Dr. Menke ist eine sehr große Hilfe für unsere
Mitglieder. Sie gibt für Mitglieder Sprechstunden und hat auch im
letzten Jahr wieder viele Krankenunterlagen auf Hinweise zu
Behandlungsfehlern durchgesehen. Für viele Mitglieder war das in ihren
Verfahren eine wertvolle Hilfe. Am 29. April konnten sich Ewald Kraus
und Anja-Alexandra Meier zu einem Gespräch mit Frau Dr. Menke in
Freising treffen.
Unser Mitglied Herr Dr. Blumberg hat sich ebenfalls bereiterklärt, in
Verbindung mit seiner Tätigkeit bei der „Unabhängigen Patientenberatung
Deutschland“ Krankenunterlagen durchzusehen und hat dies in einigen
Fällen auch schon getan.
Es gibt weitere Ärzte, die Mitglied der NGM-Bayern sind und in ihrem
Fachbereich Stellungnahmen zu Behandlungsunterlagen abgegeben haben.
Immer wieder gibt es Gespräche mit Medizinern, mit
dem Ziel der gutachterlichen oder auch medizinischen Hilfe für
Mitglieder.
So konnte sich Ewald Kraus zu einem informellen Gespräch am 30.
September mit Herrn Dr. von Liebe in München treffen.
Außerdem konnte er am 13. Mai mit Dr. Peter Schmidt
vom MDK Würzburg, am 25. Juni mit Prof. Dr. Schindler in Würzburg und am
11. November mit Dr. Schwarzkopf-Steinhauser in München Gespräche
führen.
Zu weiteren Ärzten bestehen Kontakte einer
möglichen Unterstützung, auch wenn dazu im letzten Jahr keine
persönlichen Treffen stattgefunden haben
2.8. Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten
Wir sammeln die Erfahrungen unserer Mitglieder mit ihren
Rechtsanwälten, um sie an neue Mitglieder weitergeben zu können. Durch
diese Erfahrungen wollen wir erreichen, dass wir unseren Mitgliedern
Anwälte nennen können, möglichst auch wohnortnah, von denen bekannt ist,
dass sie bereits im Arzthaftungsrecht arbeiten, das ihr
Tätigkeitsschwerpunkt ist und das auf der Seite von Patienten.
Wir empfehlen grundsätzlich keine Anwälte, wie aber
schon gesagt geben wir die gemachten Erfahrungen unserer Mitglieder
weiter und können Ratschläge erteilen, auf was bei der Suche nach einem
Anwalt zu achten ist.
An der Feier zur Eröffnung der Rechtsanwaltskanzlei Jansen & Mühl am 25.
September in Kempten nahmen Rechtsanwalt Christian Kaller und Ewald
Kraus teil.
2.9. Regionale Treffen
Die im Jahre 2000 begonnenen Regionalen Treffen wurden auch im
letzten Jahr fortgesetzt. Regelmäßige Treffen fanden in Würzburg und
Erlangen statt. Unser Mitglied Karl-Heinz Schlee hat dankenswerterweise
die Organisation für Nürnberg übernommen, so dass auch dort seit August
2010 wieder alle 8 Wochen Treffen stattfinden. Angenommen wurden die
Angebote jedoch recht unterschiedlich. Eine größere Beteiligung würde
den Informationsaustausch unter den Mitgliedern und Interessenten
erheblich verbessern. Es wäre sicher wünschenswert, wenn auch diese
Treffen in weiteren Orten stattfinden könnten. Wir dürfen an dieser
Stelle den Organisatoren recht herzlich für ihren Einsatz danken und
fragen, ob Mitglieder dazu bereit sind, solche Treffen zu organisieren.
2.10. Patientenberatung durch die
Notgemeinschaft
Kostenlose Sprechstunden für unsere Mitglieder, aber auch für
Nichtmitglieder, die den Verdacht haben durch einen medizinischen
Behandlungsfehler geschädigt worden zu sein, konnten im zurückliegenden
Jahr in Nürnberg im Haus der katholischen Stadtkirche „Fenster zur
Stadt“, in Würzburg im Gruppenbüro des Selbsthilfehauses in der
Scanzonistraße 4, in Freising in der Prälat-Michael-Höck-Straße 53 und
in Memmingen im Hotel Hiemer, Obere Str. 24 angeboten werden.
In Würzburg wurde das Angebot der Beratungsstunden
vom Ersten Vorsitzenden Ewald Kraus an 12 Tagen wahrgenommen, wobei an 7
Tagen ebenfalls Rechtsanwalt Christian Kaller eine juristische
Erstberatung durchführte.
In Nürnberg fand eine juristische Erstberatung
statt, die von Rechtsanwalt Christian Kaller im Beisein unseres
Mitgliedes Ursula-Karin Nientiedt durchgeführt wurde.
Die Sprechstunden in Freising durch Frau Dr. med. Adelheid Menke wurden
im Jahr 2010 einmal in Anspruch genommen. Von der NGM-Bayern war
unterstützend Herr Dr. Lothar Scheitzach aus Freising bei der Beratung
mitanwesend.
Das Beratungsangebot in Memmingen wurde im
vergangenen Jahr nicht genutzt.
Viele Beratungen erfolgen jedoch durch Vorstandsmitglieder und Frau Carl
auch schon am Telefon oder in persönlichen Gesprächen durch Frau Carl im
Büro in Erlangen.
Ich darf allen recht herzlich danken, die sich für
die sicherlich nicht leichte Aufgabe zur Verfügung stellen.
Besonders danken darf ich an dieser Stelle den
beiden Rechtsanwälten Benedikt Jansen und Christian Kaller, die sich für
diese Rechtsberatungen ehrenamtlich zur Verfügung stellen.
2.11 Öffentlichkeitsarbeit
2.11.1 Öffentlichkeitsarbeit im Internet
Durch die Präsenz mit einer eigenen Seite im Internet wird die
NGM-Bayern auch über dieses Medium verstärkt wahrgenommen.
Am 19. März fand im Erlanger Büro der NGM-Bayern ein Treffen mit Peter
Kühnlein statt, der uns Unterstützung bei einer Neugestaltung zusagte.
Es ist aber leider noch nicht wirklich zu einer Neugestaltung gekommen.
Sehr vorteilhaft wäre es, wenn ein Mitglied die Betreuung übernehmen
könnte, was eine große Entlastung der Vorstandschaft bedeuten würde.
2.11.2
Öffentlichkeitsarbeit, Schriftenreihe: Information im Mittelpunkt
Unsere Broschüren
·
Heft 1,
Patienteninformation
·
Heft 2, „Ärztliche
Behandlungsfehler - und was man danach tun kann“ und
·
Heft 3, mit Beiträgen zu
dem Thema „Gutachten in medizinischen Streitfällen“
finden immer wieder Beachtung.
Der Preis für die Hefte 2 und 3 beträgt jeweils 5,00 €. Sie liegen auch
heute hier zum Verkauf aus. Die Patienteninformation, Heft 1, ist
kostenlos.
Immer wieder werden diese Hefte von Betroffenen aus ganz Deutschland
bestellt, die davon im Internet erfahren haben.
Zum Tagesseminar, das am 18.09. in Retzbach stattfand, wurde nun Heft 4
der Schriftenreihe mit dem Titel „Ein steiniger Weg mit ungewissem Ende
– Wo bleibt der Mensch nach einem medizinischen Behandlungsfehler“
erstellt. Man kann es in Kürze zum Preis von 3,00 € in der Erlanger
Geschäftsstelle oder bei Ewald Kraus bestellen.
2.11.3 Kontakte zu den Medien
Es fanden mehrere Gespräche bzw. Interviews mit Vertretern der
Presse statt.
Artikel erschienen unter anderem am 12. 01. im „Kitzinger“, 08.02. in
der „Frankfurter Rundschau“, im Magazin „Qualitas“ in der
Februar-Ausgabe, im „Fränkischen Tag“ am 23.02., 26.05. und 02.06., in
der „Mainpost“ am 02.07., 13.09., 09.10. und 20.11., in den „Erlanger
Nachrichten“ am 13.03., in der „Nürnberger Zeitung“ am 12.07., im „Neuen
Tag Weiden“ am 14.07. und 20.07., in der „Süddeutschen Zeitung“ am
07.12. und in der „Fränkischen Landeszeitung“ am 11.12., um einige zu
nennen.
Ein Radiointerview mit Gertrud Bauer, RA Christian Kaller und Ewald
Kraus wurde am 18. September auf Bayern 5, Studio Mainfranken gesendet.
2.11.4 Wanderausstellung der
Selbsthilfegruppen Main-Spessart
Die am 28.02.2005 begonnene
Wanderausstellung der Selbsthilfegruppen Main-Spessart in Karlstadt, zu
der wir unser Plakat haben entwerfen lassen, wurde auch im Jahr 2010
weitergeführt. Die erwartete Reaktion auf diese Aktion blieb für unseren
Verein allerdings aus.
2.12
Unterstützung von Mitgliedern durch Teilnahme an deren Gerichtsterminen
und Begleitung zu Gutachter- und Arztterminen
Auch im letzten Jahr nahmen mehrfach Mitglieder an Gerichtsverhandlungen
teil, um somit Öffentlichkeit herzustellen und unsere Mitglieder zu
unterstützen.
Ewald Kraus nahm Termine am 07. September in Würzburg und am 13.
September in Nürnberg wahr.
Der Hinweis eines Arztes, der für Patienten Gutachten erstellt und als
Parteivertreter an Verhandlungen teilnimmt, dass die Anwesenheit von
Öffentlichkeit für den Verfahrensverlauf positiv für die Klägerseite
sei, zeigt uns, dass wir dies weiter so machen sollten.
Ewald Kraus begleitete am 26. April, 10. Mai, 05. Juli, 19. Juli und 02.
November Mitglieder zu deren Facharzt- oder Gutachterterminen nach
Niederstotzing, Heidelberg, Würzburg und Augsburg.
2.13
Informationsveranstaltungen
Im Berichtszeitraum des Jahres 2010 fanden wieder vier
Informationsveranstaltungen auf Landesebene statt, und zwar in Kronach,
Weiden, Regensburg und Ansbach.
Auch in diesem Jahr konnten wir Fachleute gewinnen, die zu
unterschiedlichen Themen referierten.
Am 29. Mai in Kronach sprach Dr. med. Volker Agde, ehemals Gutachter
beim MDK, zum Thema „Gutachten bei medizinischen Behandlungsfehlern“.
Alexander Grundler, Behindertenbeauftragter der
Stadt informierte am 17. Juli 2010 in Weiden über „Hilfen für
behinderte Menschen am Beispiel des Schwerbehindertenausweises.“
Am 04. September 2010 sprach
Helga Mösle, Krankenschwester und Buchautorin, aus
eigener Erfahrung in Regensburg über „Die dramatischen Folgen einer
ärztlichen Fehlbehandlung“.
Rechtsanwalt Patrick Weidinger von der Deutschen
Ärzteversicherung referierte am 11. Dezember in Ansbach zum Thema
„Behandlungsfehler – Wie man ohne Eskalation die Wahrheit findet.“
Wie fast immer bei diesen Veranstaltungen schlossen
sich an die Vorträge lebhafte Diskussionen an.
Außerdem fanden im Jahr 2010 noch zwei weitere
Veranstaltungen statt:
Am 08. Juli die von der NGM-Bayern in Kooperation
mit dem Aktivbüro Würzburg organisierte Podiumsdiskussion zum Thema
"Fehler passieren! - auch bei medizinischen Behandlungen?", in der
Stadtbücherei Würzburg.
Teilnehmer waren RA Christian Kaller
(Patientenanwalt aus Würzburg), Dr. med. Eberhard Laas (Vorsitzenden der
KVB-Bezirksstelle Unterfranken, Großheubach), Peter Schmidt
(medizinischer Gutachter beim MDK-Bayern, Würzburg), Robert
Scheller (Sozialreferent
der
Stadt Würzburg) und
Ewald Kraus.
Die Veranstaltung wurde moderiert von Frau Ursula
Wichtermann, Leiterin des Selbsthilfebüros der Stadt Würzburg. Ihr gilt
auch unser Dank für die Vorbereitung und Organisation dieser
Veranstaltung.
Zur abschließenden Vorbereitung eines Tagesseminars
zum Thema „Ein steiniger Weg mit ungewissem Ende – Wo bleibt der
Mensch nach einem medizinischen Behandlungsfehler“, das von der
Benediktushöhe in Kooperation mit der NGM-Bayern organisiert wurde, traf
sich Ewald Kraus am 13. September mit Dieter Wagner, dem Leiter der
Arbeitnehmerbildungsstätte.
Ebenfalls im Hinblick auf das Tagesseminar konnten
Gertrud Bauer, RA Christian Kaller und Ewald Kraus am 16. September ein
Radiointerview geben, dass am 18. September im Bayerischen Rundfunk
Würzburg gesendet wurde.
Am 18. September fand dann das Seminar in der
Arbeitnehmerbildungsstätte Benediktushöhe in Zellingen-Retzbach statt.
Die Einführung in die Thematik übernahm Dieter
Wagner, Leiter der Benediktushöhe. Referenten waren RA Christian Kaller,
Ralf Brum von der AOK Bayern, Prof. Dr. Gerd Köhler, Orthopäde, Wolfgang
Zöller, Patientenbeauftragter der Bundesregierung und Ewald Kraus.
Nach den Referaten wurde auch hier angeregt
diskutiert.
Bedanken dürfen wir uns bei Dieter Wagner, der die Idee zu dieser
Veranstaltung hatte und diese auch sehr professionell organisiert und
vorbereitet hatte.
2.14.
Informationsstände
Auch im Jahr 2010 konnten wir mit Informationsständen auf
unseren Verein und unsere Arbeit aufmerksam machen, so u. a.
am 18. April beim Selbsthilfetag in Weißenburg,
am 19. Juni beim Gesundheitstag in Würzburg,
und am 10. Juli beim Gesundheitsmarkt in Nürnberg.
Unser Dank gilt denen, die am Stand Dienst taten und so dazu beigetragen
haben, dass Menschen von der Existenz der NGM-Bayern erfahren und so
Hilfe bekommen können.
2.15.
Vorstandssitzungen
Im Berichtszeitraum 2010 fanden insgesamt fünf Vorstandssitzungen statt.
Diese wurden am 13.03. in Erlangen, am 29.05. in Kronach, am 17.07. in
Weiden, am 04.09. in Regensburg und am 11.12. in Ansbach vor den
Informationsveranstaltungen abgehalten.
Sehr viele Aktivitäten der Vorstandschaft werden aber fast täglich und
somit zeitnah über E-Mails, Faxverkehr oder per Telefon abgewickelt.
2.16. Zusammenarbeit mit anderen
Notgemeinschaften
Durch die Arbeit unseres Vorstandsmitgliedes Ewald Siebert, der auch
Schriftführer der NGM-Hessen war, funktionierte in der Vergangenheit der
Kontakt zur NGM-Hessen sehr gut.
Intensive und regelmäßige Kontakte per Telefon oder E-Mail bestehen
weiterhin zum Vorsitzenden der NGM-Österreich, Fabrice Keller und auch
zu Dr. Albin Obiltschnig.
2.17. Finanzielle
Unterstützung der NGM-Bayern durch die öffentliche Hand und die
Krankenkassen.
Nachdem wir im Jahr 2009 Fördermittel vom Zentrum Bayern Familie und
Soziales erhalten hatten, haben wir für das Jahr 2010 nicht mehr mit
einer Zusage gerechnet. Aber rechtzeitig vor unserer heutigen
Versammlung kam mit Schreiben vom 04.03.2011 die Zusage über eine
Förderung von 6.100,00 € für das Jahr 2010. Wir dürfen uns dafür sehr
bedanken und haben das mit einem Schreiben auch umgehend getan.
Unser Antrag an die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in
Bayern auf Selbsthilfeförderung im Rahmen der kassenübergreifenden
Gemeinschaftsförderung wurde ebenfalls positiv beschieden und wir
erhielten einen Pauschalzuschuss in Höhe von 3.000,00 €. Auch hier haben
wir uns mit einem Schreiben recht herzlich bedanken können.
Wir standen auch im Jahr 2010 wieder in den Listen der Vereine, denen
Bußgelder in Strafverfahren zugesprochen werden können. Bedacht damit
wurden wir aber auch im letzten Jahr nicht.
2.18
Aktuelles
Zur 1. Sitzung eines „Runden Tisches Patientenrechte“ am 25.01.2011 in
München wurde unser Verein von der Patientenbeauftragten im Bayerischen
Gesundheitsministerium, Frau Dr. Gabriele Hartl eingeladen. Ewald Kraus
hat daran teilgenommen und konnte in zahlreichen Wortmeldungen die
Ansichten und Forderungen der NGM-Bayern vortragen. Die nächste Sitzung
des „Runden Tisches Patientenrechte“ soll nach der Sommerpause
stattfinden.
Wohl als Folge dieser Veranstaltung und unserer Teilnahme wurden wir
erneut, diesmal zur Arbeitsgruppe „Patientenfürsprecher“ am 29.03.2011,
nach München in das Bay. Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
eingeladen. Ewald Kraus hat seine Teilnahme zugesagt.
Ebenfalls ganz aktuell ist auch eine Einladung vom Bundesministerium für
Gesundheit zu einer Veranstaltung „Der souveräne Patient - Ideal oder
Wirklichkeit“ am 15. März nach Berlin. Frau Anja Meier wird den Termin
wahrnehmen.
2.19 Dank an
besonders engagierte Mitglieder
Bevor wir nun zum nächsten
Tagesordnungspunkt, dem Bericht des Kassiers kommen, möchte ich einmal
allen danken, die die Arbeit der Vorstandschaft in irgendeiner Weise
unterstützt haben. Sei es durch die Mitwirkung bei den Regionalen
Treffen, Aufbau und Betreuung der Informationsstände usw., ohne dabei
jeden Einzelnen nennen zu können.
Ganz besonders möchte ich aber
auch in diesem Jahr wieder besonders unsere Mitglieder, Herrn Prof. Dr.
Dietrich Grille, Frau Dr. Adelheid Menke sowie die beiden Rechtsanwälte
Christian Kaller und Benedikt Jansen nennen.
Frau Dr. Menke stellt sich ehrenamtlich für die medizinischen
Beratungsstunden zur Verfügung und übernimmt auch eine Erstsichtung von
Behandlungsunterlagen, um das Vorliegen eines Behandlungsfehlers zu
beurteilen und Fragen für die Erstellung von Gutachten zu formulieren.
Ohne ihre überragende Mitarbeit könnten wir viele unserer Mitglieder
nicht in dieser Weise unterstützen. Ihr gilt hierfür ein ganz besonderer
Dank. In diesem Zusammenhang darf ich auch die Unterstützung von Herrn
Dr. Scheitzach erwähnen, der bei den Beratungen von Frau Dr. Menke immer
anwesend und ihr eine große Hilfe ist, wie sie mir schon mehrfach
mitgeteilt hat.
Seit Jahren führt Herr Rechtsanwalt Kaller ehrenamtlich die juristischen
Erstberatungen in Nürnberg und Würzburg durch. In Nürnberg wird er dabei
durch Frau Ursula-Karin Nientiedt und in Würzburg durch Ewald Kraus
unterstützt. Gleiches gilt für Herrn Rechtsanwalt Jansen, der von
Kempten nach Memmingen fährt. In Memmingen ist Frau Rosemarie Faist bei
den Beratungen mit anwesend.
Herr Prof. Dr. Grille hat sich nicht nur als Zweiter Vorsitzender zur
Verfügung gestellt, um aktiv in der Vereinsführung mitzuarbeiten. Er
unterstützt vor allem die NGM-Bayern weiterhin tatkräftig bei der
Unterhaltung des Büros in Erlangen. Ohne diese Unterstützung wäre eine
Aufrechterhaltung der Büroarbeit in der jetzigen Form nicht möglich. Für
dieses selbstlose und ganz und gar nicht selbstverständliche ideelle und
finanzielle Engagement darf ich mich auch in diesem Jahr im Namen aller
Mitglieder recht herzlich bedanken.
Ich bedanke mich aber auch bei all denen, die mit einem fachlichen Rat
Hilfestellung geben, auch wenn sie nicht alle einzeln genannt werden
können oder genannt werden wollen.
Zuletzt möchte ich mich aber auch noch bei meiner Vorstandskollegin
Anja-Alexandra Meier und den Kollegen Ewald Siebert, Heinrich Hensel,
Günther Gruß und Peter Meik bedanken. Ohne die gute Zusammenarbeit in
der Vorstandschaft wäre die Führung des Vereins mit der vielen Arbeit
und den vielschichtigen Aufgaben nicht zu bewältigen.
Mein Dank gilt
auch den Mitgliedern, die mit einem Rat, einer Information, einem
Zeitungsausschnitt oder anderen Aktivitäten die NGM-Bayern unterstützt
haben, ohne jeden Einzelnen hier nennen zu können.
Sollte ich das
eine oder andere in meinem Bericht unerwähnt gelassen haben, so bitte
ich dies bei der Fülle unserer Aktivitäten zu entschuldigen. Es ist
eigentlich auszuschließen, dass ich an alles gedacht haben könnte. Falls
es dazu Fragen gibt, werden wir in der Diskussion gerne darauf eingehen
und diese beantworten.
TOP 3:
Finanzbericht
3a. Bericht durch den Kassier
Ewald Kraus bittet nun den
Kassier Heinrich Hensel, den Kassenbericht vorzutragen.
Heinrich Hensel
trägt den Kassenbericht vor und nennt auch die zahlreichen Spender,
die in diesem Jahr unseren Verein unterstützt haben und bedankt sich bei
ihnen.
Ewald Kraus
bedankt sich bei Heinrich Hensel für den Bericht, vor allem aber auch
bei Hans-Bernd Jäger, der die eigentliche Arbeit der Kassenführung
erledigt. Wir sind sehr froh, dass er diese sehr zeitaufwendige Arbeit
der Buchungen übernommen hat, die Heinrich Hensel durch seine berufliche
Belastung nicht mehr leisten konnte. Er trägt aber weiter die
Verantwortung und kennt sich als Unternehmer mit den Gehaltszahlungen an
Frau Carl und den Sozial- und Versicherungsabgaben bestens aus.
Auch Ewald Kraus
bedankt sich nochmals bei allen Spendern, die zu dem erzielten Ergebnis
beigetragen haben und teilt mit, dass alle Spender auf der aufliegenden
und einsehbaren Liste aufgeführt sind.
3b. Bericht der
Kassenprüfer
Die Prüfung der Kasse wurde
von Frau Bergmann und Frau Krasser durchgeführt.
Für diese geleistete Arbeit dankt Ewald Kraus den beiden
Kassenprüferinnen und bittet sodann Frau Bergmann den Prüfbericht
vorzutragen.
Frau Bergmann führt aus, dass die Prüfung ohne Beanstandungen
durchgeführt werden konnte und bestätigt Hans-Bernd Jäger eine
vorzügliche Kassenführung, die die Prüfung sehr leicht gemacht habe.
Ewald Kraus bedankt sich für das Vortragen des Kassenberichtes bei Frau
Bergmann.
TOP 4: Diskussion der Berichte
Ewald Kraus bittet die
Versammlung zu den beiden Berichten Fragen zu stellen und diese zu
diskutieren. Die wenigen Fragen zur Kassenlage konnten von Heinrich
Hensel und Ewald Kraus in kurzen Sätzen zur Zufriedenheit beantwortet
werden. Eine weitere Diskussion erübrigte sich.
TOP 5:
Entlastung der Vorstandschaft
Frau Bergmann stellt den Antrag an
die Mitgliederversammlung, der Vorstandschaft für den Berichtszeitraum
die Entlastung zu erteilen.
Der Antrag auf
Entlastung wurde bei Enthaltung der anwesenden Vorstandsmitglieder und
einer weiteren Enthaltung ohne Gegenstimme angenommen.
TOP 6: Satzungsänderung
Satzungsgemäß wurden die vorgesehenen Änderungen des § 1 und des § 2 mit
der Einladung den Mitgliedern bekanntgegeben.
Ewald Kraus trägt nun
den Vorschlag der Satzungsänderung vor und begründet diesen wie folgt:
Da sich bei der
letzten ordentlichen Mitgliederversammlung der NGM-Hessen alle
Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl stellten, blieb die bisherige
Vorstandschaft satzungsgemäß kommissarisch im Amt.
In der direkt folgenden außerordentlichen Mitgliederversammlung, zu der
gleichzeitig eingeladen wurde, da absehbar war, dass kein neuer Vorstand
zusammenkommen würde, wurde ein Antrag auf Fusion mit der NGM-Bayern von
den hessischen Mitgliedern einstimmig angenommen.
Die Durchführung dieses Beschlusses, also offiziell Kontakt mit der
NGM-Bayern aufzunehmen, wurde noch nicht umgesetzt. Ewald Siebert hat
zwischenzeitlich sein Vorstandsamt als Schriftführer der NGM-Hessen
niedergelegt.
Um bei einer, wie auch immer gearteten Auflösung der NGM-Hessen, die zu
erwarten ist, bundesweit arbeiten zu können, wollen wir auf den Zusatz
in unserem Namen „in Bayern“ verzichten.
Denn einen
Bundesverband, der ja jetzt noch mit Hessen besteht, kann es dann nicht
mehr geben.
In der jetzigen
Formulierung von „§ 1 Name und Sitz“ unserer Satzung lautet der Abs.
1.:
Der Verein führt den Namen Notgemeinschaft Medizingeschädigter in Bayern
-Patient im Mittelpunkt- e.V.
Die künftige
Formulierung von § 1 Abs. 1 soll lauten:
Der Verein führt den
Namen Notgemeinschaft Medizingeschädigter -Patient im Mittelpunkt- e.V.
Entsprechend ist dann
auch §2 Organisationsbereich zu ändern.
Jetzige Formulierung:
„Der Verein betätigt sich im Land Bayern“ sollte zukünftig entfallen.
Das bedeutet, dass der §2 ersatzlos entfällt.
(Ein Organisationsbereich wird demzufolge nicht mehr benannt)
Der Antrag wurde mit 23 ja-Stimmen, bei 2 Enthaltungen und ohne
Gegenstimmen angenommen.
TOP 7: Bildung eines Wahlausschusses
Vorgeschlagen und per Akklamation gewählt wurden: als
Vorsitzender des Wahlausschusses: Heinz Meier und als
Stimmenauszähler: Ute Bergmann und Hans-Bernd Jäger
TOP 8: Neuwahl des
Vorstandes.
Die noch bestehende Vorstandschaft schlägt vor, die bisherigen
Vorstandsmitglieder mit einer Ausnahme in ihren Positionen
wiederzuwählen. Für Frau Estner, die nicht mehr zur Verfügung steht da
sie aus dem Verein ausgetreten ist, steht Herr Peter Meik, der bisher
stellvertretender Beisitzer war, als ordentlicher Beisitzer zur
Verfügung.
Da es aus der Versammlung keine weiteren Vorschläge gab, wurden somit
vorgeschlagen:
als 1. Vorsitzender:
Ewald Kraus,
als 2. Vorsitzender:
Prof. Dr. Dietrich Grille,
als Schriftführerin:
Anja-Alexandra Meier
als Kassiererin:
Heinrich Hensel
als Beisitzer: Ewald
Siebert, Günter Gruß,
Peter Meik
als 1. u. 2. Kassenprüfer(innen):
Ute Bergmann,
Angelika Krasser
Da alle Kandidaten bekannt waren, konnte auf eine Vorstellung verzichtet
werden.
Die Abstimmung, ob in offener oder geheimer Wahl zu
wählen sei ergab, dass in offener Abstimmung gewählt wurde.
Gewählt wurde als:
1. Vorsitzender: Ewald Kraus 23
ja-Stimmen 0 nein-Stimmen 2 Enthaltungen
2. Vorsitzender: Prof. Dr. Dietrich Grille 25
ja-Stimmen 0 nein-Stimmen 0 Enthaltungen
Schriftführerin: Anja-Alexandra Meier 24 ja-Stimmen
0 nein-Stimmen 1 Enthaltung
Kassier: Heinrich Hensel 24
ja-Stimmen 0 nein-Stimmen 1 Enthaltung
Beisitzer: Ewald Siebert 24
ja-Stimmen 0 nein-Stimmen 1 Enthaltung
Beisitzer: Günther Gruß 24
ja-Stimmen 0 nein-Stimmen 1 Enthaltung
Beisitzer: Peter Meik 25
ja-Stimmen 0 nein-Stimmen 0 Enthaltungen
1. Kassenprüferin: Ute Bergmann 24 ja-Stimmen
0 nein-Stimmen 1 Enthaltung
2. Kassenprüferin: Angelika Krasser 25 ja-Stimmen
0 nein-Stimmen 0 Enthaltungen
Der Wahlleiter fragt die Gewählten, ob sie die Wahl annehmen. Alle
antworten mit ja und nehmen somit die Wahl an.
TOP 9: Wünsche und Anträge
Schriftlich wurden im Vorfeld der Mitgliederversammlung keine
Anträge an diese gestellt.
Auch aus der Versammlung gab es keine Wünsche und Anträge, worauf sich
nur der Erste Vorsitzende mit einem Wunsch zu Wort meldete und folgendes
vortrug:
Ich möchte mich nochmals bei allen bedanken, die mich bei der Arbeit,
den Verein zu führen um unseren Mitgliedern zu helfen und mit Rat und
Tat zur Seite zu stehen, unterstützt und mitgeholfen haben.
Er wies dann noch
auf die Veranstaltung „Tatort Gesundheitswesen“ der Franken-Akademie
Schloss Schney in Lichtenfels am 15. April hin, auf die das Mitglied
Karl-Heinz Schlee aufmerksam gemacht hatte.
Nach einer Pause, in der sich die Anwesenden mit Gebäck, Kaffee und
kalten Getränken stärkten, konnte mit dem öffentlichen Teil der
Veranstaltung fortgefahren werden.
Öffentlicher Teil der Jahreshauptversammlung:
Ewald Kraus begrüßt alle neu hinzugekommenen Gäste.
Besonders begrüßt er den Referenten unserer heutigen Veranstaltung, den
Schmerztherapeuten Dr. Gerhard Brunner, der sich bereit erklärt hat, zum
Thema „Chronische Schmerzen“ zu sprechen.
Der Vortrag ist so gestaltet, dass Herr Dr. Brunner das Thema
„Chronische Schmerzen“ mit den Anwesenden interaktiv erarbeitet. Dadurch
aufkommende Fragen werden sofort beantwortet und lebhaft diskutiert.
Dass die Zuhörer aktiv eingebunden sind, wird allgemein sehr positiv
aufgenommen.
Ewald Kraus bedankt sich am Ende des Vortrages bei Dr. Brunner mit einem
Bocksbeutel Frankenwein für seinen sehr interessanten und wissenswerten
Vortrag.
Gegen 17.30 Uhr endete die Mitgliederversammlung mit einem Dank des
Ersten Vorsitzenden an die Mitglieder und Besucher, verbunden mit dem
Wunsch eines guten Nachhausekommens.
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Ewald Kraus / Erster Vorsitzender Anja Meier / Schrift-
und Protokollführer
PS: Anwesend: Lt.
Anwesenheitsliste der vollzählige Vorstand, sowie 25 Mitglieder und
weitere Gäste. |