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Erste Tagung europäischer Vereinen von Medizingeschädigte am 21. November 2004 Am 21. November 2004 trafen zum ersten Mal europäische Vereine für Medizingeschädigte zu einer Konferenz zusammen. Das Treffen fand im Bürgerhaus Zons in Dormagen statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von dem niederländischen Verein S.I.N (in Gründung) und der Notgemeinschaft Medizingeschädigter in Nordrhein-Westfalen. Frau Sophie Hankes von S.I.N (in Gründung) hatte auch die Moderation der Tagung übernommen. In deren Verlauf kam es zunächst zu einem intensiven Informationsaustausch mit Erfahrungsberichten aus den einzelnen Ländern. Jeder Teilnehmer konnte ausführlich die in seinem Land bestehenden Probleme bei dem Nachweis eines medizinischen Behandlungsfehlers und deren Schadensregulierung vortragen und die Arbeitweise des jeweiligen Vereins darstellen. Es war schon einigermaßen überraschend, mit welchen zum Teil wirklich erschreckenden Problemen unsere europäischen Kollegen zu kämpfen haben. Während in einigen unserer europäischen Nachbarländern Patienten nach einem Behandlungsfehler oftmals jegliche Weiterbehandlung verweigert wird, haben andere das gravierende Problem, im ganzen Land überhaupt einen fachkundigen Rechtsanwalt zu finden, der es wagt, entschlossen gegen medizinische Behandlungsfehler vorzugehen. Im schlimmsten Fall sehen sich Betroffene, die sich für ihre Rechte einsetzen, sogar massiven Bedrohungen und Einschüchterungen ausgesetzt. Es wurde berichtet, dass selbst Familienangehörige davon nicht ausgenommen wurden. Einige wagen es nur noch, unter Pseudonymen in der Öffentlichkeit aufzutreten. Allen gemeinsam waren jedoch die Problematik von Falsch- und Vertuschungsgutachten, sowie die großen Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Schmerzensgeld- und Schadensersatzforderungen. Des Weiteren sind Themen wie die „Verlagerung der Probleme der Patienten auf die Psycho-Schiene“, und „Fälschung bzw. Herausgabeverweigerung von teils kompletten Behandlungsunterlagen“ ebenfalls europaweit bekannt und auch dort überall an der Tagesordnung. Dieses erste Treffen diente zunächst erst einmal der Kontaktaufnahme und dem gegenseitigen Kennen lernen. Als erstes Ergebnis wurde aber schon die Erarbeitung einer gemeinsamen Deklaration vereinbart. Diese soll nach Fertigstellung an nationale und europäische politische und verbandspolitische Entscheidungsträger zugestellt werden. Darüber hinaus wurde eine weitere Zusammenarbeit beschlossen. Ein vereintes Europa bringt auch den Betroffenen von medizinischen Behandlungsfehlern ganz neue Herausforderungen. Es zeigt aber auch Erfolg versprechende neue Möglichkeiten. Das Treffen endete mit dem Gefühl, dass wir schon heute nicht mehr alleine sind und auf europäischer Ebene Unterstützung für die Rechte von Patienten finden. Folgende
Vereine nahmen an dem Treffen in Dormagen teil: |
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