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Gedenkworte zur Begräbnis-Eucheristiefeier von Peter Heller


Liebe Frau Heller, verehrte Angehörige und Freunde des Verstorbenen
, werte Trauergemeinde.

"Wir sind nur Gast auf Erden"
So heißt es in einem Kirchenlied, das auf die unumstößliche Tatsache hinweist, der sich jeder von uns eines Tages beugen muss. Dinge, die nicht zu ändern sind, sollte man eigentlich gelassen hinnehmen.
Der Tod belehrt uns jedoch immer wieder eines Besseren.

Der Tod eines lieben Menschen, der uns heute hier zusammengeführt hat, beweist uns, beweist jedem einzelnen aufs Neue, wie schwer es uns fällt, mit der schlichten Wahrheit fertig zu werden, auf der unsere ganze Existenz aufbaut.
Obwohl wir um die Vergänglichkeit unseres Lebens und das unserer Angehörigen, Verwandten, Freunde und Bekannten wissen, verdrängen wir jeden Gedanken daran.
Wir versuchen zu ignorieren.

Der Tod eines Menschen, den wir gekannt haben, dessen Leben unser Leben mitbestimmt, mit beeinflusst hat, macht uns dann aber um so eindringlicher bewusst, dass Versuche dieser Art zum Scheitern verurteilt sind. 
Wer lebt, muss auch dem Tod ins Auge blicken.

Wie schwierig das ist, erleben wir heute. 
Ein Mensch wird zu Grabe getragen, dessen Leben nach menschlichen Maßstäben viel zu früh abgelaufen ist.

Ich durfte Peter auf der ersten Zusammenkunft nach der Gründung der Notgemeinschaft Medizingeschädigter in Bayern kennen lernen. 
Die Ziele, die an diesem Tag formuliert wurden, die gemeinsame Arbeit in den vielen Jahren diese zu erreichen und anderen helfen zu wollen, haben eine tiefe Freundschaft entstehen lassen, für die ich sehr dankbar bin.

Wir wollen die Ideen und Vorhaben, die Peter noch gehabt hatte aber nicht mehr umsetzen konnte gerne weiterverfolgen. Wir wollen aber auch die äußerst guten Erfahrungen, die er bei seiner ärztlichen Behandlung und pflegerischen Betreuung, während seiner schweren Krankheit und seines Leidens besonders in den letzten Monaten erfahren durfte, sehr gerne in unsere Arbeit einbinden.

Liebe Frau Heller, verehrte Angehörige,

auch wir sind ärmer geworden. 
Auch wir beklagen schmerzlich den Verlust ihres Mannes, ihres Vaters und Opas, der unser Leben reicher gemacht hat. Das kann ihnen nicht helfen, das kann Sie vielleicht aber ein wenig trösten.
Wir trauern alle um ihn und wir werden ihn nicht vergessen.
Sein Name und sein Andenken werden in unserer Erinnerung stets lebendig bleiben.
Seine Arbeit in seinem Sinne fortzusetzen ist für uns, ist für mich eine selbstverständliche Pflicht und Herausforderung.

Lieber Peter, ruhe in Frieden.

Ewald Kraus / Erster Vorsitzender der NGM-Bayern e.V.


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